DM Sprint und BRL in Kassel

Schon am Freitag machten sich viele von uns auf den vierstündigen Weg nach Kassel, da am nächsten Morgen um 10 Uhr die Qualifikationsläufe der DM Sprint stattfanden. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und so ließen nur die fehlenden Kondensstreifen am strahlend blauen Himmel erahnen, dass in größere Höhe Aschepartikel den Flugverkehr über Europa lahmlegten. Schon auf dem Weg zum Wettkampfzentrum bekam man Respekt vor dem Gelände. Am Ende einer schier endlosen Allee lag auf einer Anhöhe das Schloß Wilhelmshöhe und noch weiter darüber der Herkules.

Vorlauf:

Gleich vom Start weg ging es bergan zum ersten Posten. Dazu musste man sich an den ungewohnten Sprintmaßstab und die Darstellung von Hochwald gewöhnen. Anschließend folgten viele Bergabpassagen ohne große Routenwahlen und bei dem hohem Tempo blieb keine Zeit das Schloß Wilhelmshöhe in all seiner Pracht zu bewundern. So war vor allem ein hohes Lauftempo erforderlich, um als einer der Besten seines Vorlaufes ins Finale einzuziehen.

In der Herren Elite gelang dies nur Martin, bei den Damen Irina und Dani dazu noch Alexandra (D18), Helena (D40), Bea (D55), Robin (H14) und Raik (H40).

Finale:

Nach einer sehr langen Pause von 4 Stunden ging es am Nachmittag mit dem Finale weiter. Diesmal kam zu dem offenen Wald- und Wiesengebiet, ein sehr feingliedriges Gebiet mit Dickichten und Wegen. Dazu sorgte ein großer See für die einzige richtige Routenwahl. Zudem sorgten zwei eng beieinanderstehende Posten oberhalb des Zielgeländes für so manchen Fehler vor dem anfeuernden Publikum.

Für keinen der Finalisten reichte es zu einem Podestplatz und so klang der Abend nach einer kalten Dusche in kleiner Runde aus, auch weil es leider keine Abendveranstaltungen durch den Veranstalter gab.

BRL:

Der Bundesranglistenlauf am Sonntag fand in Hessisch Lichtenau statt. Der Wald war sehr ruppig, denn Sturmschäden, Sümpfe, kleine Nadelbäume und Brombeeren erschwerten das Laufen ungemein. Auf jeder Querpassage verlor man Zeit und selbst nach einer Wegroute musste man im Postenraum viel suchen. Irgendwie hatten alle mehr erwartet und so ging es direkt nach dem Zieleinlauf Richtung Heimat.

 Geschrieben von Matthias Jandrig